Reisen auf Frachtschiffen und "DDG HANSA" - Bremen
  An Bord des Schiffes
 
An Bord der "Vera Rambow"

Die Passagiere

Wie mir Uli Klingen am Telefon mitteilte, macht er alle Frachtschiffreisen mit seinem Kumpel Detlef Gilzer. Die beiden sind ein eingespieltes Team und verstehen sich hervorragend. Ich finde das super!! Das ist aber auch sehr wichtig an Bord eines Schiffes, denn bei Zoff kann man sich kaum aus dem Wege gehen, oder einfach sagen, ich gehe jetzt nach Hause, geht auch nicht. Hier sind die beiden:

Passagier Uli Klingen


Passagier Detlef Gilzer


Kaffeepause an Deck




Die Kammer

Ich selber bin noch nie auf einem Containerschiff dieses Typs mitgefahren, so das ich die Bilder der Kammer auch das erste mal sehe und ich muß sagen, das ich begeistert bin. Eine gepolsterte Sitzbank, Kühlschrank, ein eigenes Fernsehgerät, Radio und DVD - Player, da kann man sich richtig wohl fühlen. Selbstverständlich verfügte die Kammer auch über einen separaten Schlafraum und ein eigenes Bad.
Hier die Bilder:

Die Kammer


Die Kammer


Die Kammer



Kombüse und Messe


Auch die Kombüse besticht allein durch ihre Größe, im Gegensatz zu den Schiffen des Typs 168. Ich glaube, hier kann sich jeder Koch sehr wohlfühlen. Besonders schön finde ich die in der Mitte angeordnete Kochstelle. Spitze !!


In der Kombüse


In der Kombüse


Auch die Messe besticht beim ersten Anblick durch ihre Größe. Auf den ersten Blick erkennt man sofort, alles ist picobello sauber und sehr gepflegt und alles wirkt sehr einladend. Hier hält man sich gerne auf.

Uli in der Messe


Detlef in der Messe


Gesamtansicht der O-Messe


Das Essen wird serviert


Bei der Seefahrt gibt es neben den üblichen Pausen zu den Mahlzeiten noch zwei andere Pausen, die sicherlich die wenigsten kennen. Um 10.00 Uhr ist "Smoketime". Dann wird in der Messe eine Tasse Kaffee, oder Tee getrunken, dazu eine geraucht und wer will, kann natürlich auch noch etwas essen. Um 15.00 Uhr ist "Coffeetime". Am Donnerstag (Seemannssontag) und Sonntag gibt es dann zu der obligatorischen Tasse Kaffee noch selbstgebackenen Kuchen, wie man auf dem untere Bild sehen kann. Als ich selber noch zur See gefahren bin, dauerten diese beiden Pausen offiziell 20 Minuten, aber die Pause war immer dann beendet, wenn der Bootsmann aufgestanden ist. Das war immer das Zeichen, das die Arbeit wieder begann. Das wird heute nach meinen Erfahrungen, ich will mal sagen, ähnlich gehandhabt.

15.00 Uhr..... Coffeetime - Es gibt Kuchen


15.00 Uhr..... Coffeetime



Die guten alten Buttercookies



Die guten alten Buttercookies gibt es heute auf jedem Schiff. Sie werden ebenfalls zum "Coffeetime" auf die Back (Tisch) gestellt. Wenn ich erst einmal anfange diese leckeren Dinger zu essen, muß ich mich manchmal richtig zwingen, wieder aufzuhören. Wie man sieht, schmeckt es den beiden ebenfalls.


Die Brücke

Bei einer Breite von knapp 27m hat die Brücke der "Vera Rambow" für ein Feederschiff schon gewaltige Ausmaße, wie man auf den folgenden Bildern sehen kann.

Auf der Brücke im Kielkanal


Auf der Brücke im Kielkanal


Detlef mit dem Wachhabenden


Wie mir Uli Klingen berichtete, hatte man auf der "Vera Rambow" jederzeit Zutritt auf die Brücke. Auch im Nordostseekanal hatten die Steuerer und der Lotse nichts dagegen, das die Passagiere die Brücke betraten. Von hier aus hat man natürlich den besten Blick nach vorne, und kann z.B. das Einlaufmanöver in die Schleusen im Nordostseekanal wirklich hautnah miterleben. Besonders interessant ist der Funksprechverkehr zwischen den Lotsen, der Leitstelle und den Schiffen, man fühlt sich dann wirklich mittendrin im Geschehen. An den nautischen Geräten kann man jederzeit den genauen Standort, Kurs und die Geschwindigkeit  des Schiffes ablesen, aber ich persönlich bevorzuge den Blick in die gute alte Seekarte. Wenn man z.B. einen Hafen anläuft, in dem man noch nicht gewesen ist, kann man auf der Karte schon mal gut abchecken, wo sich der Liegeplatz des Schiffes befindet, wie weit es bis in die City ist, ob man sich ein Taxi nehmen muß, oder ob der Weg zu Fuß zu bewältigen ist.
Hier ein paar Bilder vom Kartentisch auf der Brücke:


Der Kartentisch


Uli am Kartentisch


Detlef steckt den Kurs ab


Uli mit dem Wachhabenden


Bequemer geht es nicht


Hier haben es sich unsere beiden Passagiere in den Sesseln auf der Brücke bequem gemacht. Hier habe auch ich schon so manche Stunde zugebracht. Es ist so herrlich bequem hier mit einer Tasse frisch aufgebrühtem Kaffee und einer Zigarette (wenn es gestattet ist) zu verweilen und man hat dann das Gefühl, als ob man das Schiff selber steuert. Selstverständlich kann man auch eines der Ferngläser benutzen, wenn man es benötigt. Es versteht sich natürlich von selber, das man beim ersten mal vorher fragt.


GPS Gerät



Der wachhabende Offizier


Die nautischen Geräte


Schaltpult auf der Brücke



Ein Blick in die Seekarte


Der Kapitän auf der Brücke


Kleiner Klönschnack auf der Brücke




Im Maschinenraum

Hier noch einige Bilder, die Uli Klingen während der Besichtigung des Maschinenraumes während der Liegezeit in Kotka aufgenommen hat.

Im Maschinenkontrollraum


Die Hauptmaschine


Maschine : MAN B&W 8L 58/64
Leistung : 11200 KW = 15227 PS


Detlef vor Reservepleuel - und Kolben


Im Maschinenraum


Im Maschinenraum


Die Ruderhydraulik


Der "Chief"



An Deck

Wie
mir Uli Klingen am Telefon berichtete, war das Wetter fast während der gesamten Reise hervorragend. Gerade auf See bietet es sich daher an, der Besatzung einmal während ihrer ganz normalen Arbeit an Deck zuzusehen. Das schöne Wetter wird natürlich ausgenutzt, um an Deck die notwendigen Malarbeiten auszuführen. Außerdem kann man diese Gelegenheit nutzen, um sich an Deck ein wenig mit dem Schiff vertraut zu machen. Ein solcher "Spaziergang" eignet sich besonders nach dem guten Essen an Bord, denn bei den Maßen des Schiffes sind es fast 400 m, bis man die "Vera Rambow" einmal umrundet hat. So kann man die Kalorien ein wenig abbauen. Hier ein paar Bilder:


Arbeiten auf dem Poopdeck


Uli auf dem Poopdeck


Detlef versucht sich an der Bremse der Winsch



Uli auf der Back des Schiffes


Detlef an der Ankerkette


Die "Jungs" von der "Vera Rambow"



Uli mit Besatzung


Die Hecksee - Wie mit dem Lineal gezogen


Das Freifallrettungsboot (Für 25 Personen)


Das Freifallrettungsboot


Malarbeiten an der Stb.-Nock


Reinschiff


Im obigen Bild sieht man einen der Matrosen bei der Reinigung des Schiffes. Wenn die Crew achtern vom Brückendeck anfängt, die einzelnen Decks zu waschen, habe ich auf der "Anna Sirkka" schon so manche Dusche abbekommen, wenn ich von außen über die Niedergänge in meine Kammer auf dem E-Deck wollte. Mann, was habe ich da schon geflucht. Aber was soll`s, das gehört bei einer Reise auf einem Frachter mit dazu.

Die Crew bei Malarbeiten


Malarbeiten an Deck


Blick auf die Containerladung


Die Containerladung


Auf dem obigen Bild sieht man die Containerladung an Deck. 1421 TEU kann die "Vera Rambow" aufnehmen. Noch ein Wort zu dem Begriff TEU, die Abkürzung von "Twenty Foot Equivalent Unit", frei übersetzt "20 Fuß Einheit". Diese 20 Fuß Container haben eine Länge von 6,10 m, eine Breite von 2,44 m und eine Höhe von 2,60 m. Das ist eine genormte Maßeinheit. Wenn die Containeraufnahmekapazität eines Schiffes mit z.B. 10.000 TEU angegeben ist, bedeutet das nicht automatisch, das auch 10.000 Container an Bord sind, denn die meisten Container an Bord sind 40 Fuß Container, also die doppelte Größe. Wenn also ein "10.000 TEU Schiff" nur 40 Fuß Container an Bord hätte, befänden sich streng génommen nur 5.000 Container an Bord, aber eben 10.000 TEU, also "20 Fuß Einheiten", nach denen die Aufnahmekapazität seit Beginn der Containerzeit immer noch angegeben wird.

Auf der nächsten Unterseite geht es mit der Reise weiter.





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